Chronik


1906

Im Oktober 1906 gründeten acht radsportbegeisterte Heerer Bürger den Radfahrklub Germania Groß-Heere mit dem Ziel, den Radsport in jeder Weise zu fördern und die Geselligkeit zu pflegen. Die Aufnahmegebühr betrug 2 Mark und der Monatsbeitrag 30 Pfennige. In den Anfangsjahren pflegte man das Touren und Wanderfahren und schon aus dieser Zeit stammen die so beliebten und geschätzten Wintervergnügen der Heerer Radsportler. Kurz vor Ausbruch des  1. Weltkrieges begann man mit dem Saalfahren und zwar auf normalen Straßen-Fahrrädern, die noch keinen Freilauf besaßen.

1914

Von 1914 bis 1922 ruhte das Vereinsgeschehen und man begann in der Inflationszeit unter erheblichen Schwierigkeiten mit dem Wiederaufbau. 1923 wurde das erste Zeltfest veranstaltet und gleichzeitig das erste Heerer Straßenrennen durchgeführt. 1927 wurde zum Wintervergnügen erstmals ein Theaterstück aufgeführt und dieses weihnachtliche Theaterspielen hatte über 40 Jahre Bestand in unserem Verein. Auch die Vereinsausflüge haben im Radsportverein eine alte Tradition, denn 1929 fand der erste Autoausflug an das Steinhuder Meer statt und danach folgten viele schöne unvergessene Ausflüge bis in die heutige Zeit. Ab dieser Zeit beteiligte sich der Verein auch am Korsofahren und ab 1934 begann man mit dem Radball spielen.

1937

Dann begann eine andere Zeit. Aus dem Vorsitzenden wurde der Vereinsführer, es wurden neue Stempel angeschafft und unser Radfahrergruß war nicht mehr zu hören. Der Sportbetrieb ging zunächst normal weiter und ab 1937 kaufte man sechs gebrauchte Saalräder. 1940 war es wieder so weit, dass das Vereinsleben ruhte und erst 1947 auf Grund des 2. Weltkrieges wieder in Gang kam. 1948 wurde das 100. Volks und Schützenfest gefeiert und der damals RV Germania Heere genannte Verein, veranstaltete dazu ein Straßenrennen und zeigte verschiedene Saaldisziplinen im Festzelt. Durch den Kauf von Radballrädern und Saalrädern ging es sportlich langsam bergauf, während das Interesse der Vereinsmitglieder am Vereinsgeschehen steil bergab ging.

1956

Anfang bis Mitte der 50ziger Jahre drohte die Vereinsauflösung, denn die Bevölkerung hatte sich mit wachsendem Wohlstand immer mehr vom Zweirad abgewandt. 1956 in Lüneburg und ein Jahr später in Neuenkirchen konnten Heerer Kunstreigenfahrer der männlichen Jugend erstmalig in der Vereinsgeschichte jeweils einen 2. Platz bei den Landesmeisterschaften erringen. Diese Erfolge brachten den Verein wieder auf die Beine, doch der nächste Rückschlag kam 1962, als der Saal des „Grünen Jäger“ umgebaut wurde und damit in Heere keine Trainingsmöglichkeit mehr gegeben war. 1964 wurden neue Radballmaschinen und neue Kunstmaschinen gekauft und mit diesem neuen Material kamen auch die Erfolge wieder, die sich zunächst auf Bezirksebene zeigten.

1971

1971 wurde unter dem damaligen Vorsitzenden unsere Damengymnastik-Gruppe ins Leben gerufen, die heute auf ein 33 jähriges Bestehen zurückblicken kann.

Ab 1975 begann für den RSV Germania Heere in sportlicher Hinsicht ein gewaltiger Aufstieg. Es gab zunächst jeweils 2. Plätze bei den Landesmeisterschaften 1975 und 1977 im 4er und 6er Kunstreigenfahren durch unseren Nachwuchs.1978 holte die 4er Schülereinrad – Mannschaft den 1. Landesmeister Titel nach Heere und diese vier Fahrer haben bis 1981 sieben 1. Landesmeister – Titel und vier 1. Nordwestdeutsche Meisterschaften unter ihrem Trainer errungen. Außerdem belegten sie bei der Deutschen Hallenradsport  – Meisterschaft 1980 einen hervorragenden 4. Platz. Nicht ganz so erfolgreich war die 4er Einrad-Mannschaft der weiblichen Jugend, aber auch sie erkämpfte in den letzten Jahren drei 1. Landestitel für Heere.

1981

Die Bilanz für das Jahr 1981 sah folgendermaßen aus: neun 1. Bezirksmeister, vier 1. Landesmeister und drei Nordwestdeutsche Meister. Drei Jugend Einradmannschaften schafften die Qualifikation zur Teilnahme bei der Deutschen Hallenradsport-Meisterschaft Anfang Oktober 1981 in Oberursel bei Frankfurt. 

In Oberursel wurde dann auch der  1. Deutsche Meistertitel für den RSV Germania Heere errungen. Die Erfolgsserie der Deutschen Meister hielt sehr lange an. Nach sechs Deutschen Meistertiteln gab es noch etliche Deutsche Vizemeisterschaften. Wir können auf unseren Verein sehr stolz sein.